ERP-Trends und Entwicklungen im Markt für Unternehmenssoftware

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Speziell innerhalb spezifischer Branchen lassen sich interessante ERP-Trends und -Entwicklungen im Unternehmenssoftware Markt innerhalb der DACH-Region feststellen.

So zeigt der folgende Branchenvergleich (siehe ERP-Studie 2015 von SoftSelect), dass 73% der ERP-Lösungen branchenneutral nutzbar sind. Der Industriesektor rückt hierbei besonders in den Mittelpunkt. 78% dieses Sektors werden durch die Lösungen abgedeckt. Vergleicht man die Branchenabdeckung dieser Lösungen mit anderen Branchen, bspw. der Logistik, des Handwerks oder der Bauwirtschaft, so zeigt sich, dass es in diesen Bereichen eine geringere Branchenabdeckung gibt. Aufgrund der geringen Abdeckung für bestimmte Branchen hält der Trend an, branchenneutrale Unternehmenssoftware einzusetzen.

Die nachfolgenden vier Punkte stellen zusammenfassend relevante Charakteristika aktueller ERP-Trends des Jahres dar:

ERP Marktentwicklungen und die Verschmelzung mit Industrie 4.0

Industrie 4.0, also die Informatisierung der Fertigungstechnik durch die intelligente Vernetzung von Maschinen untereinander, rückt nicht zuletzt durch die digitale Agenda der deutschen Bundesregierung in den kommenden Jahren stark in den Fokus und ist schon lange nicht mehr nur eine Trenderscheinung. Die Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation soll nicht weniger als eine vierte industrielle Revolution einleiten und die Produktionseffizienz deutlich steigern. Gerade in der bedarfsgerechten Lieferkettenverwaltung gibt es bereits konkrete Anwendungsbeispiele für Industrie-4.0-Technologien. Da auch in den USA und China diese Trendentwicklung  auf die Agenda gehoben wurde, ist ein Wettkampf entbrannt, welche Standards für die Informatisierung der Produktionsstätten sich durchsetzen werden. ERP-Systemen als zentraler, übergeordneter Instanz wird die Aufgabe zukommen, die in den MES- und PPS-Systemen gewonnenen und analysierten Maschinendaten für die Unternehmensleitung produktiv nutzbar zu machen und die Subsysteme zu steuern.

Weiterentwicklungen von ERP Funktionalitäten für mehr Usability

Usability: Softwareanwender erwarten heute zu Recht einfach zu verstehende und leicht zu bedienende Anwendungen auch bei ERP-Systemen. Dennoch sind viele ERP-Lösungen nach wie vor in der Bedienung umständlich und erst nach mehreren Tagen Schulung für den Anwender beherrsch- und bedienbar. Die seit Jahrzehnten gewachsene Funktionalität vieler ERP-Anwendungen schlägt sich leider oftmals in einer schwer zu durchschauenden Komplexität nieder. Verschachtelte, überfrachtete Menüs und eine undurchsichtige Benutzerführung sind in vielen Lösungen noch Realität. Die Softwareanbieter reagieren jedoch auf die geänderten Nutzungsgewohnheiten der Anwender und entwickeln ihre Lösungen zum Teil von Grund auf neu. Insbesondere webbasierte Trend-Lösungen setzen sich zunehmend am Markt durch.

Mobile ERP Trends und Entwicklungen auf dem Vormarsch

Mobilität: Der mobile Zugriff auf die ERP-Software wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Insbesondere für das Führungspersonal oder Außendienstmitarbeiter ist der Zugriff auf das ERP-System auch von unterwegs von hoher Bedeutung. Zwar lassen sich mittlerweile viele ERP-Systeme auch dezentral über den Laptop bedienen. Apps für Tablets und Smartphones gibt es allerdings noch vergleichsweise selten und meist nur für isolierte Anwendungen. Hinzu kommt, dass viele native Apps nur lauffähig auf einem Betriebssystem, also entweder auf Apples iOS, Google Android oder auf Windows Mobile, sind. Die ERP-Hersteller stecken daher zurzeit einen bedeutenden Teil ihrer Trendforschung und Entwicklungskapazitäten in die Programmierung mobiler Anwendungen.

Zukunftssicherheit durch Agile ERP-Software-Systeme

Agilität ist für ERP-Systeme weit mehr als nur eine Trendoption und gehört zu einer der entscheidenden Fähigkeiten die ERP-Software-Systeme heute leisten müssen. Die starren ERP-Kolosse, die sich nur umständlich oder mit viel Programmieraufwand an andere Softwarelösungen anpassen lassen können, sollen so der Vergangenheit angehören. Agile ERP-Systeme lassen sich flexibel und aktiv an geänderte Rahmenbedingungen, wie neue Betriebssysteme oder Schnittstellen anpassen. Aber auch auf Störungen und Ausnahmen in der Produktion oder der Lieferkette können agile Anwendungen intelligent reagieren. Dies wird durch die Verzahnung von verschiedenen Informationsquellen wie dem Materialzustand, der Produktqualität, den Durchlaufzeiten sowie den IST- und Plan-Vorgaben erreicht.

 

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